Über Music S Women*

Okay. Was Neues muss sich erst einmal Gehör verschaffen und sich beweisen. Und einen langen Atem haben. Ihr habt Zweifel? Habt schon so viele gute Initiativen letztendlich scheitern sehen? Glaubt uns, wir auch! Manchmal waren wir sogar Teil davon. Doch das hier ist irgendwie anders. Die Unterstützung im Vorfeld ist riesengroß, die Diskussionen kontrovers, leidenschaftlich und konstruktiv und es gibt jede Menge motivierendes Feedback. Irgendwie ein Zeichen, dass es an der Zeit ist, dieses Thema im Diskurs nach vorn zu bringen.

Gut bei so einem Vorhaben, ist es auch, auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen zu können. Hier hat unsere bundesweite Dachorganisation Music Women* Germany schon allerhand Arbeit geleistet. Als unabhängige Dachorganisation der regionalen 16 Ländernetzwerke (teilweise in Gründung) zur Förderung, Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen* in der Musikwirtschaft wurden die Music Women Germany am 19.09.2019 auf dem Reeperbahnfestival gegründet. Mit an Bord ist auch die erste bundesweite Datenbank aller Musikfrauen*. Ziel ist es, eine Datenbank zu schaffen, mit der man unkompliziert Kontakte zu engagierten und top ausgebildeten Frauen* in der Musikbranche finden kann. Damit es keine Ausreden mehr á la „wir wollten ja wirklich eine Frau* auf’s Podium setzen, es gibt ja aber auf dem Gebiet keine.“ Für die Vollständigkeit der Datenbank sind natürlich wir alle verantwortlich – also trag dich jetzt am besten gleich ein, wenn noch nicht geschehen!

Auch die Ländernetzwerke sind mittlerweile gut miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig. Wir können uns also auf viele hoch motivierte und professionelle Akteurinnen* verlassen.

Noch Fragen?

Ihr redet immer von „wir“ – wer ist denn „wir“?

Das muss in zweierlei Hinsicht beantwortet werden.

Zum einen meinen wir mit „wir“ unsere Zielgruppe, zu der wir uns selbst zugehörig fühlen. Music S Women* steht für leidenschaftlich erwerbstätige Musikfrauen* aus Sachsen. Wir schaffen Werte in den Bereichen Kunst, Wirtschaft, Medien und Technologie. Von der Dirigentin*, Managerin*, Unternehmerin*, Musikerin*, Produzentin* bis hin zur Technikerin* möchten wir die verschiedenen Facetten einer Tätigkeit in der Musikwirtschaft erfassen und abbilden.

Zum anderen umfasst das „wir“ konkret unser Kernteam – das momentan aus diesen fantastischen Ladies besteht, jederzeit aber erweitert werden kann und soll! Du möchtest dich einbringen? Dann haben wir hier ein paar Vorschläge für dich und freuen uns über deine Nachricht!

Anika Jankowski
Anika Jankowski
Musikverlegerin
Veranstalterin
Netzwerkerin
Enna Miau
Enna Miau
Musikerin
Kinderbuchautorin
Bloggerin
Judith Beckedorf
Judith Beckedorf
Musikerin
Bundinstrumentennerd
Festivalleiterin
Susann Grossmann
Susann Grossmann
Musikerin
Projektmanagerin
Kuchenliebhaberin

Und was genau könnt ihr jetzt für uns tun?

Wir verstehen uns als wachsendes und flexibles Netzwerk. Den Inhalt dieses Netzwerkes bestimmt natürlich zu einem großen Teil auch ihr. Das Team hinter Music S Women* möchte deswegen eure Meinungen und Anliegen einfangen und spiegeln. Dafür überlegen wir uns verschiedene Instrumente, wie zum Beispiel regelmäßige digitale Treffen, um sich unkompliziert auszutauschen, Präsenzen auf Festivals und Messen, um mit euch ins Gespräch zu kommen, Online-Umfragen zu bestimmten Themen und nicht zuletzt unser Newsletter-Journal, in dem eure Erfahrungen abgebildet werden sollen. Mit diesen Informationen im Rücken werben wir um Unterstützung und Aufmerksamkeit bei wichtigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in der Musikwirtschaft, Politik und in den Medien. Dabei bleiben wir spontan und transparent – und ändern auch unseren Kurs, wenn wir entsprechendes Feedback von euch bekommen. Zunächst haben wir für uns folgende Themenfelder definiert:

Was bedeutet denn das *?

In der diversitätssensiblen Kommunikation ist das „*“, auch Asterisk genannt, eine Möglichkeit, um klarzustellen, dass nicht nur cis-gender Frauen gemeint sind. Das Engagement aller Music Women Germany – Ländernetzwerke gilt auch gegenüber Menschen, die sich nicht in der Norm von Zweigeschlechtlichkeit verorten können oder wollen. Es geht nicht um die Frage, welches Geschlecht bei der Geburt bestimmt wurde, sondern um die gefühlte Identität, also für uns um die gefühlte weibliche Identität. Mittlerweile gibt es dafür auch den Begriff „FLINT“.

In der Kommunikation der MWG-Netzwerke haben wir uns jedoch für die Variante „Musikfrauen*“ oder „Women*“ entschieden. Wer sich tiefer belesen möchte, dem sei zum Beispiel diese Handlungsempfehlung der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen ans Herz gelegt.